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Haarfärbemittel

Die Anwendung von oxidativen Haarfärbemitteln ist mit dem Risiko von Hautreizungen und allergischen Reaktionen verbunden, weil es sich um reaktive Haarfarbstoffe handelt, die bei hohen alkalischen pH-Werten auf das Haar aufgebracht werden. Ein besonderes Problem stellen Kontaktallergien auf p-Toluylendiamin (PTD) dar, das praktisch in allen oxidativen Haarfärbemitteln verwendet wird. PTD reagiert zudem mit p-Phenylendiamin (PPD), einem weiteren in Haarfärbemitteln häufig vorkommenden Kontaktallergen, im Sinne einer Kreuzallergie. Denn weil PPD nicht nur in Haarfärbemitteln enthalten ist, sondern auch in anderen Alltagsgegenständen als schwarzer Farbstoff eingesetzt wird, kann auch der Kontakt von PTD in einem Haarfärbemittel durch Berühren eines anderen PPD-haltigen Alltagsprodukts kreuzallergische Reaktionen hervorrufen.

Das ECARF-Qualitätssiegel kennzeichnet Haarfärbemittel, die ohne PPD und PTD hergestellt werden, als allergikerfreundlich, wenn deren Hersteller zusätzlich ein effizientes Qualitätsmanagement nachweisen kann. Es muss die Rohstoffbewertung, die Produktzusammensetzung, eine Prüfung in Probandentests sowie ein funktionierendes Beschwerdemanagement umfassen.

Da Haarefärben mit oxidativen Mitteln ein unvermeidbar reizendes Potenzial hat, können auch durch die oben genannten Maßnahmen kontaktallergische Reaktionen zwar nicht prinzipiell ausgeschlossen werden, die Wahrscheinlichkeit für deren Auftreten ist jedoch deutlich reduziert gegenüber herkömmlichen Haarfärbemitteln.

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